Barfen für Katzen – Artgerechte Rohfleischfütterung

Barfen für Katzen – Artgerechte Rohfleischfütterung

Barf – Artgerechte Rohernährung für Katzen

Was Sie jetzt zum Barfen für Katzen wissen sollten: Das Wort Barf bedeutet “biologisch artgerechtes rohes Futter” und bezeichnet eine artgerechte Rohfleischfütterung zum Beispiel von Katzen und Hunden. Sinn ist es, von den industriell hergestellten und oftmals durch künstliche Zusatzstoffe oder unnütze Streckmittel zugesetzten Futter Abstand zu gewinnen.

Barfen für Katzen
Barfen für Katzen ist die artgerechte Fütterung mit Rohfleisch, statt mit herkömmlichen Katzenfutter – Foto: Lisa_A / Bigstock

Stattdessen wollen die Besitzer ihre Tiere zu einer ursprünglichen Ernährung zurückführen. Denn Hunde und Katzen sind Raubtiere, die sich ursprünglich einmal ausschließlich von Beutetieren ernährt haben. Besonders bei Katzen ist der Jagdtrieb noch stark ausgeprägt. Viele Freiläuferkatzen oder Katzen auf Bauernhöfen werten Ihren Nährstoffbedarf immer noch mit dem Fangen und Fressen von Beutetieren wie Mäusen, Ratten sowie Vögeln oder größeren Insekten auf. Barfen ist demnach die natürlichste Form der Ernährung von Haustieren.

Biologisch artgerechte rohe Fütterung bei Katzen – Pro und Contra

Wie alle Dinge im Leben hat auch das Barfen gewisse Vor- und Nachteile. Sowohl die Befürworter als auch die Gegner der Rohfleischfütterung haben ihre Berechtigung und sollten nicht unbeachtet bleiben, bevor man sich für oder gegen das Barfen seines Haustieres entscheidet.

Die Vorteile einer Rohernährung von Katzen

Die Befürworter weisen darauf hin, dass das Barfen für Katzen die artgerechte Fütterung schlechthin sei. Da im Gegensatz zu Dosen-Katzenfutter oder Trockenfutter bei der Rohfütterung das Frischfleisch nicht erhitzt wird, bleiben alle Vitamine, Mineralstoffe sowie Spurenelemente und Enzyme enthalten, die bei der industriellen Zubereitung ansonsten zum Teil verloren gingen. Dadurch würde die Katze gesünder bleiben und das Fell glänzender erscheinen. Die Tiere sind fitter. Eine Mangel- oder Fehlernährung sowie Übergewicht ist bei einem sachgemäßen Barf für Katzen kaum möglich.

Da das Kauen von rohen Muskelsträngen und Knochen anspruchsvoller und anstrengender ist als das Schlucken von einem vorgekochten Brei oder kleinen getrockneten Brocken, werden die Zähne der Katzen besser von Karies befreit beziehungsweise gar nicht erst befallen. Die Katzen sind mit dem Fressen länger beschäftigt. Daher sind sie im Anschluss in der Regel zufriedener, ausgepowert und entspannt.

Durch das intensivere Kauen wird mehr Speichel erzeugt, wodurch die Verdauung besser angeregt wird. Das Ergebnis sind Kothaufen mit weniger Volumen und ohne starke Geruchsbildung.
In industriell hergestelltem Katzenfutter befinden sich immer wieder Abfallprodukte, die in der Nahrung von Katzen eigentlich nichts zu suchen haben. Außerdem werden auch pflanzliche Proteine beigemischt, die ebenfalls in zu hoher Menge gesundheitsgefährdend für das Tier sein können. Die Folge sind die typischen Wohlstandserkrankungen, die auch unsere Katzen heimsuchen. Das Barfen verhindert dies.

Fütterung von Frischfleisch bedeutet eine Artgerechte Ernährung der Katze
Die Fütterung von Frischfleisch bedeutet eine artgerechte Ernährung der Katze.  Der Sinn der Biologisch Artgerechten Rohen Fütterung (kurz: B.A.R.F.)  ist die Abkehr von dem mit Zusatzstoffen und beigemischten anderen Inhaltsstoffen zur Streckung ergänzten  herkömmlichen Katzenfutter. Barfen trägt so zur natürlichen Ernährung nach Vorbild der wilden Vorfahren unserer Hauskatze bei und entspricht eher dem wesen der Katze an sich. Foto: zsv3207 / Bigstock

Die Nachteile der Rohfleischfütterung

Die Gegner dieser Fütterungsmethode werfen ein, dass rohes Fleisch Salmonellen oder andere Krankheitserreger enthalten kann. Diese würden durch das Erhitzen abgetötet und unschädlich gemacht. Da bei gesunden Katzen jedoch die Nahrung in sehr kurzer Zeit durch den Verdauungstrakt läuft und das Tier genügend Abwehrstoffe besitzt, stellen diese Krankheitserreger in der Regel keine Gefahr für sie dar.

Bei der Fütterung von Knochen sollte bedacht werden, dass nur einige für die Fütterung geeignet sind. Röhrenknochen können splittern und so den Verdauungstrakt der Katze verletzen.
Auch Schweinefleisch sollte nicht roh verfüttert werden, da in ihm Viren enthalten sein können, die die auch tödlich verlaufende Infektionskrankheit Aujeszky auslösen könne. Eine Umstellung muss schrittweise erfolgen, damit sich der Organismus an die neue Futtermethode gewöhnen kann. Weiterhin ist der Kauf und die Zubereitung für eine rohe Fleischfütterung natürlich etwas aufwendiger und leider auch teurer, als wenn man eine Dose Futter öffnet und ausleert. Wer sich für das Barfen seiner Katze interessiert, benötigt ein paar Vorkenntnisse, damit ein artgerechtes Füttern gelingt und das Tier von den vielen Vorteile profitieren kann.

Barfen für Anfänger

Wer mit der Rohernährung seiner Katze beginnen möchte, sollte sich vorab zum Beispiel im Internet schlau machen, was er zu beachten hat. Das geht über bestimmt Foren oder Webseiten. Doch nicht jeder, der dort seine Meinung kundtut, hat auch die entsprechende Qualifikation oder Erfahrung zu diesem Thema. Daher sollten nicht immer nur eine Meinung gehört werden.
Sehr wichtig beim Barfen ist die Hygiene. Denn bei der Verwendung von rohem Frischfleisch besteht immer eine gewisse Gefahr von Krankheitskeimen bei einem unsauberen Arbeiten. Wer sein Tier mit Rohfleisch ernähren möchte, sollte besonders 5 Dinge beachten:

  1. Ausführlich informieren.
  2. Zeit einplanen für die Vor- und Zubereitung sowie die nötige hygienische Sorgfalt walten lassen.
  3. Das Richtige füttern, denn nicht jedes Fleisch ist für die rohe Fütterung geeignet.
  4. Knochen nur mit Vorsicht genießen lassen. Knochen, die splittern können, vermeiden. Eine zu große Menge Knochen macht den Stuhlgang hart, Verstopfung droht. Daher:
  5. Auf die Verdauung achten. Viele Tiere vertragen eine zügige Umstellung auf rohes Futter. Aber nicht jedes Tier. Um Verdauungsbeschwerden bei der Katze zu vermeiden, ist daher eine genaue Beobachtung besonders in der Anfangsphase wichtig. Bei Durchfall oder Verstopfung sowie Wurmbefall sollten Sie umgehend den Tierarzt aufsuchen.

Letzte Aktualisierung am 25.09.2017 um 03:50 Uhr / Affiliate Links / Produktbilder: Amazon

Die richtige Menge füttern

Wer seinem Tier Dosen- oder Trockenfutter anbietet, der braucht sich nur an die Fütterungsempfehlungen auf den jeweiligen Verpackungen richten und diese je nach Figur und Fitness des Tieres anpassen. Beim Barfen ist die passende Menge zu finden etwas komplizierter, jedoch dank von einem Barf Rechner nicht schwierig. Bei diesen kostenfreien Online-Rechnern geben Sie das Gewicht des Tieres in Gramm ein sowie einen Aktivitätsgrad und ob bei der Fütterung Getreide erwünscht ist. Danach errechnet der Barfrechner die ideale Menge und Zusammenstellung der Tages- sowie der Wochenration mit einer genauen prozentualen Auflistung der einzelnen Zutaten. Weiterhin enthält ein guter Barfrechner eine Auflistung aller geeigneter Fleisch-, Fisch- sowie Obst- und Gemüsearten.

Das Internet bietet eine Vielzahl von Rezepten für die Rohfleischfütterung an, sodass Sie den Futterplan recht abwechslungsreich gestalten können. Die jeweiligen Rezepte sind einfach und schnell zu befolgen und versorgen Ihr Tier mit allen nötigen Inhaltsstoffen.

Fertigbarf für die Katze

Inzwischen gibt es auch sogenanntes Fertigbarf, welches Sie bequem über das Internet oder den Fachhandel bestellen können. Meist sind diese Produkte jedoch auf die Futterbedürfnisse von Hunden ausgerichtet. Da Katzen jedoch einen ganz anderen und höheren Energiebedarf besitzen, ist Hundefutter, auch in Form von Barf, zur Fütterung nicht geeignet. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass diese Produkte für Katzen bestimmt sind und alle Inhaltsstoffe aufgeführt sind. So können Sie dank Barfrechner die Qualität überprüfen. Fertigbarf für Katzen ist in der Regel gewolft, das heißt, durch den Fleischwolf gedreht und als Hack zubereitet. Die anfangs erwähnten Vorteile durch das lange Kauen von zum Beispiel Muskelsträngen entfallen so jedoch.

Weiterführende Literatur zum Thema Barfen für Katzen

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Fazit

Barfen für Katzen ist eine gute Alternative zum Dosen- oder Trockenfutter. Es ist die natürlichste Art, sein Haustier zu füttern, denn auch Hauskatzen sind von der Veranlagung her Raubtiere, die rohes Fleisch bevorzugen. Gesunde Katzen können ohne Bedenken auf eine Rohfleischfütterung umgestellt werden. Ein schrittweiser Austausch kann die Umstellung erleichtern. Keine Angst: Barfen bedeutet nicht, sein Tier mit lebenden oder toten Beutetieren zu füttern. Beim Barfen können Sie vielfältige Fleisch-, Fisch-, Gemüse- sowie Obstsorten verwenden. Ihre Katze wird so mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt und wird es Ihnen mit mehr Fitness, einem glänzenden Fell und einer längeren Lebenserwartung danken. Wer nicht gleich den Schritt zum Barfen gehen will, kann dennoch auf eine hochwertige Ernährung mit Bio Katzenfutter achten.

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