Was ist BARF-Frostfleisch für Katzen?

Biologisch artgerechte Rohfütterung mit Frostfleisch

BARF steht für “Biologisch Artgerechte Rohfütterung”. Diese Form der Ernährung ist nicht nur für Hunde, sondern auch für Katzen geeignet. Damit die Umstellung auf die Rohfleischfütterung auch gut vertragen wird, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Zum Beispiel das richtige Fleisch ist ausschlaggebend, nicht immer ist frisches Fleisch vom Schlachter verfügbar. Dann kann der Katzenbesitzer auch auf Frostfleisch zurückgreifen.

Was ist BARFEN?

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, steht die Abkürzung BARF für “Biologisch Artgerechte Rohfütterung”, im Originalen “biologically appropriate raw foods”. Doch warum ist diese Fütterungsmethode artgerecht? Katzen sind von ihrer Natur her Jäger und Fleischfresser, das heißt, sie fressen rohes Fleisch. Genau dies erhalten sie beim Barfen. Herkömmliche Katzennahrung wird hingegen vorgekocht oder angebraten. Die Rohfütterung stand lange in der Kritik, da wir Menschen rohes Fleisch als ungesund ansehen. Es kann zu Magenverstimmungen, Infektionen und Unverträglichkeiten führen. Doch bei Tieren ist das natürlich etwas anderes, zumal Katzen von Natur aus ohnehin rohes Fleisch fressen.

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(Symbolfoto: Von stockcreations/Shutterstock.com)

Welche Fleischsorten dürfen Katzen fressen?

Katzen dürfen jede Fleischsorte fressen, mit Ausnahme von Schweine- und Wildschweinfleisch. Schweinefleisch kann mit dem sogenannten Aujeszky-Virus verseucht sein. Für Katzen und auch Hunde kann das gefährlich werden und tödlich ausgehen. Auch bei frischen Knochen ist Vorsicht geboten, hier sollte darauf geachtet werden, dass sie schön fleischig sind. Diese dürfen nicht splittern, da das die Katze verletzen kann. Neben diesen zwei Besonderheiten kann die Katze alles andere probieren. Auch Stubentiger sind Feinschmecker und werden mit der Zeit ihre Leibspeisen herauskristallisieren. Gefüttert werden kann Geflügel sowie Rind, Wild und Lamm. Auch Fisch darf und sollte hin und wieder auf dem Speiseplan stehen, allerdings nicht zu häufig und nur in Kombination mit Fleisch. Fisch deckt den Nährstoffbedarf für Katzen nicht ganz so optimal ab. Optimal zum Barfen ist Fleisch vom Muskel und Herzen, denn dieses enthält viel Taurin. Dabei handelt es sich um eine Aminosäure, die Katzen dringend benötigen, da es sonst zu erheblichen Mangelerscheinungen kommt.

Frostfleisch für Katzen und Hunde

Zuletzt aktualisiert am 2021-08-05 um 14:45 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Frostfleisch an Katzen verfüttern

Nicht immer kommt man an frisches Fleisch vom Schlachter. Eine gute Alternative ist dann Frostfleisch. Dieses wird einfach aufgetaut, wenn die Katze gefüttert werden soll. Das kann in einem warmen Wasserbad geschehen. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass das Fleisch immer noch roh ist. Einige der wichtigsten Nährstoffe sind hitzeempfindlich und könnten durch zu hohe Hitze zerstört werden. Das Wasser zum Auftauen sollte also nur warm sein und nicht kochen. Im Tauwasser können sich Keime sammeln, daher sollte das Frostfleisch zum Auftauen aus der Packung genommen werden.

Raw Meat Frostfutter
Raw Meat für artgerechtes BARFEN – (Symbolfoto: Von Firn/Shutterstock.com)

Wenn es mal schnell gehen muss, eignet sich auch die Mikrowelle zum Auftauen. Dann sollte das ganze Fleisch aber komplett verbraucht werden, da es danach schneller verdirbt und sich Keime bilden können. Gelagert wird das Frostfleisch im Gefrierschrank am besten bereits in die passenden Portionen aufgeteilt. So kann nach Bedarf die richtige Menge aufgetaut werden. Mit dieser Methode lassen sich die Mahlzeiten für die Katze optimal vorplanen und es muss nicht täglich frisches Fleisch besorgt werden, welches auch bei korrekter Lagerung nur wenige Tage haltbar ist. Verdorbenes Fleisch erkennen Sie an seinem veränderten Geruch und einem schmierigen Film auf der Fleischoberfläche. Durch Einfrieren lässt sich Fleisch deutlich länger haltbar machen, bis zu 18 Monate kann dies bedenkenlos in der Gefriertruhe gelagert werden. Somit ist Frostfutter eine gute Möglichkeit, um Fleisch für Katzen und andere Haustiere auf Vorrat zu kaufen. Dieses wird komplett durchgefroren transportiert beziehungsweise geliefert und kommt dann direkt in die heimische Gefriertruhe. Neben regulären Fleischsorten werden auch Fisch und typische Beutetiere wie Mäuse und Ratten als Frostfleisch angeboten. Diese haben einen besonders hohen Anteil an Kalzium, was gut für die Knochen und Zähne ist. In einer BARF-Ration landen nicht nur Fleisch, Innereien, Knochen und Knorpelgewebe, sondern noch weitere wichtige Zutaten: Fisch, Gemüse, Obst, Fette, Öle, Milchprodukte, Eier, Nüsse und Samen.

Wie Sie sehen, ist Barfen mehr als die reine Fütterung mit Rohfleisch. Am Ende macht es die Mischung, wobei das Zusammenstellen einer bedarfsgerechten BARF-Fütterung gelernt sein will. Es ist übrigens keine Schande, wenn Sie sich hier den Rat von Experten einholen.

Katzen auf das Barfen umstellen

Die Stubentiger werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht voller Freude auf das rohe Fleisch stürzen. Stattdessen werden sie erst mal skeptisch sein, denn das Futter ist ungewohnt und fremd. Das Kätzchen weiß schließlich nicht, dass ihr Mensch mit dem neuen Futter nur sein Bestes möchte. Aus diesem Grund sollte hier sehr behutsam vorgegangen werden. Füttern Sie zunächst hauptsächlich das gewohnte Futter und setzen Sie der Katze immer mal etwas rohes Fleisch vor. So gewöhnt sich die Katze langsam und nach und nach an den Geschmack von Rohfleisch. Damit Sie das Ganze noch interessanter für den Stubentiger machen, können Sie seinen natürlichen Jagdtrieb und seine Neugier nutzen. Werfen Sie einfach ein Stück Rohfleisch weg oder verstecken Sie es, sodass die Katze es erbeuten muss. Schleicht Ihre Katze ohnehin beim Kochen um sie herum, dann lassen Sie doch einfach mal eins bis zwei Stücke fallen. Der frechen Fellnase wird es gefallen, das Fleisch einfach zu stehlen. Mit diesen Tricks wecken Sie das Interesse für das rohe Fleisch und dann wird der Umstieg nicht mehr lange auf sich warten lassen müssen.

Katzen richtig barfen

Rohfleischfütterung Katze
(Symbolfoto: Von Nils Jacobi /Shutterstock.com)

Das Rohfutter fachgerecht zusammenstellen ist möglich, aber gar nicht so einfach. Dafür sind eingehende Recherchen und Fachwissen notwendig. Das heißt, Rezepte recherchieren, regelmäßig frisches Fleisch kaufen, einiges an Zutaten abwiegen und schneiden, die Supplemente zugeben, alles miteinander vermengen, in Portionen aufteilen und in den Gefrierschrank geben. Das ist natürlich alles machbar, aber doch sehr aufwendig. Es gibt Katzenliebhaber, die gehen darin auf über Nährstoffe, Inhaltsstoffe und Supplemente zu recherchieren. Für andere ist das eher nichts oder ihnen fehlt schlichtweg die Zeit dazu. Doch auch wenn Sie zu der letzten Gruppe gehören, müssen Sie auf eine artgerechte Rohfütterung nicht verzichten. Es gibt fertig zusammengestellte BARF-Produkte und Frostfleisch, welche speziell auf die Bedürfnisse unserer Stubentiger abgestimmt sind. Mittlerweile gibt es diese nicht mehr nur in den lokalen Metzgereien, sondern auch in verschiedenen Online-Shops. So kann der Katzenfreund diese sich bequem nach Hause bestellen, in den Gefrierschrank geben und nach Bedarf auftauen und der Katze anbieten. Wenn Sie bei der Zubereitung der Katzennahrung doch lieber selbst Hand anlegen möchten, können Sie auch nur die Supplemente als Fertigzusammenstellung auswählen. Die Supplemente enthalten alle benötigten Vitamine und Mineralstoffe und müssen dann nur noch mit dem Fleisch und den Innereien vermischt werden.

Fazit

Wenn Sie Ihre Katze barfen möchten, übernehmen Sie damit eine große Verantwortung. Dieser Tatsache sollte sich jeder bewusst sein. Gleichzeitig ermöglichen Sie Ihrer Fellnase damit eine artgerechte Fütterung, welche sie mit allen wichtigen Nährstoffen und Vitaminen versorgt. Bei den Rohstoffen sollte natürlich Wert auf Qualität gelegt und die Zubereitung unter größter Sorgfalt geschehen. Ist das garantiert, ist die Rohfütterung die beste Ernährungsoption für fast jede Katze, damit sie lange gesund und vital bleibt.

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