Katzenfutter mit hohem Fleischanteil für eine gesunde Ernährung

Warum ich beim Katzenfutter auf einen hohen Fleischanteil achten sollte?

Katzen sind Fleischfresser – das ist den meisten Menschen klar. Was das aber wirklich bedeutet, bleibt oft auf der Strecke. Denn viele Inhaltsstoffe in günstigem Industriefutter, welches vorwiegend im Supermarkt angeboten wird, sind schädlich für Katzen. Zu viel Getreide, Zucker, Konservierungsstoffe oder Abfallprodukte sind hier nur ein Beispiel. Beim Kauf des richtigen Futtermittels sollten Halter deshalb nicht sparen. Immerhin ist eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Fleisch die Basis für ein langes und gesundes Katzenleben.

Zutaten für Katzenfutter
Katzen sind von natur aus Fleischfresser – So sollte man bei der Zusammensetzung des Katzenfutters immer (aber nicht nur) auf einen möglichst hogen Fleischanteil mit hochwertigem Fleisch achten. Natürlich sollte man auch die anderen Zutanen nicht ausser acht lassen. (Symbolfoto: Von stockcreations/Shutterstock.com)

Laborwerte: Wie wichtig sind sie wirklich?

Die meisten Produzenten der Futtermittelindustrie sprechen nicht gern darüber, woher das Fleisch in ihren Dosen kommt und welcher Qualität es entspricht. Stattdessen benennen sie “analytische Laborwerte“. Das wirkt kompetent und lenkt zusätzlich vom Fleischgehalt ab, der eigentlich wichtig gewesen wäre.

Doch die Chemie, die dem Katzenfutter zugesetzt wird, ist weit weniger wichtig, als die Industrie die Käufer glauben macht. Niemand würde beim Metzger fragen, wie viel Kalzium oder Magnesium im Fleisch enthalten ist. Viel wichtiger ist stattdessen, welches Fleisch im Katzenfutter enthalten ist. Laborwerte lassen sich mit künstlichen Zusätzen beeinflussen, die Qualität von Fleisch nicht.

Um gutes Katzenfutter vom schlechtem zu unterscheiden, werden Analysewerte also nicht benötigt. Eine prozentuale Angabe des Fleischgehaltes und woher es stammt, macht viel mehr Sinn. Jeder Halter sollte sich vor dem Kauf des Futters informieren, wie viel Fleisch enthalten sein sollte, welche Stoffe sonst noch ins Katzenfutter gehören und was das Kleingedruckte auf dem Etikett bedeutet.

Warum ist Fleisch so wichtig für Katzen?

Fleisch ist ein typischer Eiweißlieferant. Dieses Eiweiß beziehungsweise Protein ist einer der wichtigsten Grundbausteine für die Muskulatur und die Körperzellen. Manche Körperteile wie Haare und Haut bestehen fast ausschließlich aus Proteinen. Aus diesem Grund ist es für Katzen unerlässlich, so viel Fleisch wie möglich zu sich zu nehmen.

Zusätzlich haben Katzen einen höheren Bedarf an Proteinen, als es zum Beispiel bei Hunden oder gar uns Menschen der Fall wäre. Neben seiner sättigenden Wirkung und der hohen Verträglichkeit enthält Fleisch auch die Aminosäure Taurin, die für das Herz und die Sehkraft von Katzen lebenswichtig ist. Anders als Hunde können sie das Taurin aber nicht selbst bilden und müssen es deshalb mit hochwertigem Futter aufnehmen.

Woran man gutes Katzenfutter erkennt

Gesundes Katzenfutter mit viel Fleisch
Mhhmmm, das war aber lecker! (Symbolfoto: Von Bogdan Sonjachnyj/Shutterstock.com)

Ein gutes Katzenfutter verfügt über einen Fleischanteil von mindestens 70-80 Prozent. Wenn kein Prozentsatz angegeben ist oder ohne weitere Aufschlüsselung als “Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse” deklariert ist, ist das ein Hinweis auf minderwertiges Futter.

Auch der verlockende Satz “zu 100 Prozent aus frischem Fleisch” ist eine Täuschung. Er bedeutet nicht, dass das Futtermittel an sich vollständig aus Fleisch besteht, sondern nur, dass das enthaltene Fleisch vollständig frisch ist. Selbst dann, wenn das nur zwei Prozent wären.

Auskunft über die Qualität von Katzenfutter können Halter auch durch Farbe und Konsistenz erhalten. So ist ein leichter Rosaton positiv, während eine Färbung ins Braune auf einen zu hohen Zuckergehalt hinweist. Kompakte, feste Futtermittel bestehen meist zum Großteil aus Fleisch, während weiche Stücken in einer Soße ein Zeichen für minderwertiges Futter sind.

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Nur vier Prozent Fleisch: Was hat es damit auf sich?

Vom Bundeslandwirtschaftsministerium gibt es einen “Leitfaden zur Kennzeichnung von Einzelfuttermitteln und Mischfuttermitteln”. Dieser gilt natürlich auch für Katzenfutter. Im Punkt 4.2.2.1c wird hier erklärt:

“Wird ein Einzelfuttermittel durch Wort, Bild oder Grafik besonders hervorgehoben, ist dafür der Gewichtsprozentsatz anzugeben.”

Das bedeutet: Wenn ein Hersteller ein Bild von einer Ente auf sein Etikett druckt und das Produkt als Entenfleisch ausweist, muss er auch den Gehalt an Entenfleisch benennen. Den Anteil anderer Fleischsorten, mit denen nicht geworben wurde, muss er aber nicht deklarieren. Das heißt, ein Katzenfutter der Sorte Ente kann vier Prozent Ente enthalten und sechzig Prozent andere Fleischsorten. Mehr als vier Prozent werden es jedoch immer sein.

Obwohl auch günstige Futtermittel also über einen hohen Fleischanteil verfügen können, sparen die Hersteller trotzdem bei der Qualität. Ein hoher Fleischanteil ist sehr wichtig, muss aber nicht gleich bedeuten, dass auch hochwertiges Fleisch verwendet wurde. So ist zum Beispiel sortenreines Katzenfutter besser als solches, das mehrere Sorten Fleisch enthält. Und auch die Nebenprodukte dürfen nicht vernachlässigt werden.

Fleisch ist nicht gleich Fleisch

Für gewöhnlich gilt die Faustregel: Hochwertiges Katzenfutter besteht zu mindestens zwei Dritteln aus Fleisch. Doch dabei ist Fleisch nicht immer gleich Fleisch. Denn billiges Katzenfutter enthält anstelle von wertvollem und nahrhaftem Fleisch mehr “Fleisch und tierische Nebenprodukte”. Diese Nebenprodukte sind in den meisten Fällen nichts anderes als Abfall.

Was bei der Schlachtung eines Tieres übrig bleibt und nicht weiter verwertet werden kann, wird in der Industrie oft zu einem Brei vermischt und steril abgekocht. Dabei kann es sich zum Beispiel um Haut und Fett handeln, aber auch um Federn, Knochen oder Krallen. Diesen Brei bezeichnet man dann als “Tiermehl”.

Als Fleischanteil kann man dieses Tiermehl auf keinen Fall mehr einrechnen. Denn es enthält keine Enzyme, Eiweiße oder Vitamine mehr, die der Katze gut tun würden. Hersteller von hochwertigem Katzenfutter verzichten auf Tiermehl und nutzen stattdessen echtes Fleisch. Das trifft auf Muskelfleisch zu, aber auch auf Sehnengewebe und Innereien wie Herz, Lunge und Magen.

Gehören Getreide und Gemüse ins Katzenfutter?

Die Antwort ist so kurz wie einfach: Nein. Natürlich nehmen Katzen auch in der Natur Getreide und Gemüse mit ihrer Nahrung auf, zum Beispiel über den Mageninhalt einer gejagten Maus. Dieser Anteil entspricht aber höchstens fünf Prozent und ist somit minimal. In der Futterindustrie hingegen wird viel mehr Getreide verwendet, weil es billiger einzukaufen ist als Fleisch.

Jedoch ist der Organismus einer Katze auf die Verdauung von Stoffen wie Getreide, Soja und pflanzlichen Eiweißen nicht ausgelegt. Es handelt sich bei Katzen um Fleischfresser, deren Darm die Nahrung besser verarbeiten kann, je proteinhaltiger sie ist. Für die verschiedenen Fleischsorten heißt es also “unbedingt”, während Weizen oder Reis bloß unnatürlich wären.

Wie verhält es sich mit Trockenfutter?

Ein wirklich hochwertiges Trockenfutter für Katzen zu finden, ist beinahe nicht möglich. Das liegt an der Ernährungsphysiologie der Tiere und der Produktion von Trockenfutter. Wie bereits erklärt, sind hohe Fleischanteile am sinnvollsten. Doch bei Trockenfutter ist es rein technisch nicht möglich, 90 oder 100 Prozent Fleisch zu verwenden. Stattdessen müssen immer auch Füllstoffe und Bindemittel eingesetzt werden, die der Katze letztendlich schaden werden.

Außerdem wird Trockenfutter oft wochen- oder monatelang im Supermarkt und anschließend im Küchenregal gelagert, bis die Katze es wirklich frisst. Das bedeutet, dass ihm Konservierungsstoffe zugesetzt werden müssen. Ansonsten würde es verderben. Die Konservierungsstoffe belasten jedoch den Organismus der Katze.

Und zuletzt kann Trockenfutter nur mithilfe von großen Wassermengen wirklich verdaut werden. Katzen aber haben im Gegensatz zu Menschen kein ausgeprägtes Durstgefühl. Deshalb wird das notwendige Wasser dem Körper der Katze entzogen, sodass schnell eine Dehydration entstehen kann. Sie führt nicht nur zu einer erschöpften Katze, sondern im schlimmsten Falle auch zu Erkrankungen der Nieren oder der Harnleiter.

Die Tarnung auf dem Etikett

Die Futtermittelindustrie verwendet nicht immer die Worte, die wir auch erkennen. So wird Zucker im Katzenfutter häufig auch als Glykogen, Sorbit oder Maltodextrin beschrieben – es handelt sich aber immer um Zucker. Dieser wird genutzt, um minderwertigem Futter eine schönere Farbe zu verleihen und schlechte Gerüche zu verdecken. Für Katzen ist er allerdings schädlich und kann Diabetes oder Karies hervorrufen.

Ähnlich verhält es sich mit “Molkereierzeugnissen”. In den seltensten Fällen ist das Milch – die auch nicht nötig wäre -, stattdessen handelt es sich eher um Abfälle aus Großmolkereien. Hinter dem Begriff “Hefen” werden währenddessen Glutamate versteckt, die den Geschmack für die Katze verbessern sollen. Nichts davon gehört wirklich in ein hochwertiges Katzenfutter.

Der Katze die Futterwahl überlassen: Eine schwierige Angelegenheit

Hoher Fleischanteil im Katzenfutter
Viel hochwertiges und saftiges Fleisch im Futter ist der erste Schritt zu einer gesunden Katzenernährung – (Symbolfoto: Von Tetiana Kovbasovska/Shutterstock.com)

Viele Halter glauben, dass es Sinn macht, der Katze die Futterwahl zu überlassen. Sie gehen dann von folgendem Trugschluss aus: “Was meiner Katze schmeckt, muss ein gutes Futter sein”. Das stimmt allerdings nicht, denn die Futterindustrie ist darauf vorbereitet und spickt ihre Produkte häufig mit künstlichen Enzymen und Geschmacksstoffen. Genau wie in der menschlichen Ernährung werden auch die Katzen davon in die Irre geführt.

Letztendlich ist die Ernährung eines Haustieres die gleiche wie die eines Kindes. Die Halter beziehungsweise Eltern legen fest, was auf den Teller oder in den Napf kommt, und sorgen so für eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Denn Katzen fressen, woran sie gewöhnt sind, und für diese Gewöhnung ist der Halter zuständig. Wenn es eine solche Erziehung nicht gäbe, würden wohl auch die Menschen den ganzen Tag nur Cheeseburger essen.

Zu guter Letzt: Das Argument mit dem Geld

…ist in Wahrheit schnell ausgehebelt. Natürlich ist hochwertiges Katzenfutter teurer als billig hergestelltes. Doch die Katze profitiert so stark davon, dass das Geld schnell wieder ins Haus kommt. Zum Einen benötigt sie von proteinreichem Futter mit einem hohen Fleischanteil nur die Hälfte der Ration, die sie von minderwertigem Futter fressen würde. Dadurch reicht das gekaufte Futter für die doppelte Zeit. Und auf der anderen Seite bleibt ein Tier, das sich gesund ernährt, auch selbst länger gesund: Das spart Tierarztkosten.

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Zuletzt aktualisiert am 2021-04-16 um 12:38 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

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