Katzenfutter selber machen – Kochen für die Katze

Frisch zubereitetes Katzenfutter als Alternative zum herkömmlichen Futter

Katzen gehören neben den Hunden schon seit Langem zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Und dann ist es absolut verständlich, dass wir für unsere vierbeinigen Stubentiger stets das Beste wollen. Gerne verwöhnen wir unsere Lieblinge mit Spielzeugen aller Art, Kratzbäumen und zahlreichen kuscheligen Behausungen. Doch wie sieht es ernährungsmäßig aus? Achten wir bewusst darauf, was wir unseren Katzen zu fressen geben oder legen wir beim Einkauf eher das Augenmerk auf “günstig”? Eine Alternative zum Kauf von Katzenfutter im Handel ist selbstgemachtes Katzenfutter. Das ist zwar aufwendig und auch zeitraubend, aber da weiß man was “drin” ist.

Selbstgemachtes Katzenfutter
Selbstgemachtes Katzenfutter – Gesund und lecker – Foto: photodeti / 123RF

Katzenfutter selber kochen – Rezepte, Anregungen und Tipps

Bestseller Nr. 1 Katzenfutter zum selber machen: 53 leckere Rezepte für den Stubentiger
Bestseller Nr. 2 Katzen BARFen: Mit Rezepten und ausführlicher Anleitung
Bestseller Nr. 3 einfach barf: Leitfaden für natürliche Katzenernährung
Bestseller Nr. 4 Katzenkost selbstgekocht
Bestseller Nr. 5 Katzen gesund ernähren
Bestseller Nr. 6 'Ein Herz für Tiere'- Katzenleckerli & Fresschen selber machen: 48 leckere Keks- und Futterrezepte. Rezeptkarten mit 1 Sammel-Ausstechform für Stubentigers...
Bestseller Nr. 7 Katzen gesund ernähren: Rundum gut versorgt (GU Tierratgeber)
Bestseller Nr. 8 Die Ernährung der Katze: Artgerechte Ernährung, ernährungsbedingte Erkrankungen und Katzenfutter selber machen
9,74 EURBestseller Nr. 9 Katzenleckerlis selber machen

Letzte Aktualisierung am 15.11.2018 um 11:14 Uhr / Affiliate Links / Produktbilder: Amazon

Aus was besteht das herkömmliche Katzenfutter?

Meist greift bei der gängigen Katzennahrung das Prinzip: Viel Wasser mit Zusatzstoffen und wenig Fleisch, dafür mit Getreide und Zucker. Schauen wir uns selbst das “hochwertige”, teure Futter an, sind oft keine 10 % an Fleischanteil vorhanden. Der Verdauungsapparat der Katze ist aber auf den Verzehr von Fleisch ausgelegt. Ein sehr wichtiger Stoff für die Katzenernährung ist das sogenannte Taurin. Hierbei handelt es sich um eine organische Säure, ein Stoffwechsel-Abbauprodukt der Aminosäuren Methionin und Cystein. Leider wird ein Taurinmangel meist erst sehr spät entdeckt, soll aber zu bleibenden Langzeitschäden führen, wie Netzhautdegeneration und Erblindung. Es kann zum Gehörverlust kommen, Immunerkrankungen und Fehlgeburten sowie Unfruchtbarkeit der Katze. Ausgewachsene Katzen haben einen täglichen Taurinbedarf von 20 bis 50 mg pro kg Körpergewicht.

Der Bedarf wird durch rohes Fleisch gut gedeckt. Es heißt, dass Freigänger-Katzen, die Mäuse jagen und fressen, nie von diesem Mangel betroffen sind. In Katzenfutter enthält das Fleisch Taurin oder es wird als Ergänzungsstoff zugefügt. Fakt: Wer sein Tier so natürlich, wie möglich ernähren möchte, hat dafür verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise der Tierhandel bietet Katzenfutter an mit hohem Fleischanteil. Dieses Futter ist mit Sicherheit etwas teurer, als das gängige Standardfutter. Von der Fütterungsmenge aber ist es wesentlich weniger und der Stuhlgang minimiert sich ebenfalls. So sind Katzenbesitzer im Endeffekt doch wieder günstiger dran. Auch das Fell soll sich laut Katzenbesitzer bestens entwickeln und der Geruch im Katzenklo wird erträglicher. Die zweite Option wäre dann selbst gemachtes Katzenfutter.

Welche Nährstoffe sind wichtig für ein gesundes Katzenleben?

  • Proteine: Alle Katzen brauchen hochwertige Proteine, also Eiweiße tierischer Herkunft. Das ist wichtig für den gesunden Knochenbau und für ein glänzendes Fell. Pro Kilogramm beträgt die durchschnittliche Ration Eiweiß ca. 4 bis 5 g pro Körpergewicht der Katze. Damit dieser Bedarf ausreichend gedeckt wird, sollte ein fleischreiches Katzenfutter gewählt werden oder Nassfutter mit einem hohen Fischanteil – etwa 90 % Fleisch oder Fisch sollte vorhanden sein.
  • Fette: Fettsäuren sind in der Katzenernährung zum Teil lebensnotwendig und nehmen einen hohen Stellenwert ein. Die Archidonsäuren, Linolsäure und die Linolensäuren zählen zu den Fettsäuren, die für einen funktionierenden Stoffwechsel der Katze unentbehrlich sind. Katzen kommen gut mit einem großen Fettanteil klar. Wichtig ist, immer ein qualitativ hochwertiges Futter, wobei der Fettanteil gerne neun Prozent betragen darf.
  • Kohlenhydrate: Möglichst nur ein kleiner Teil der täglichen Katzennahrung sollte Kohlenhydrate enthalten. Das kann gekochter Reis sein, ein paar Haferflocken oder beispielsweise Mais. Nebenbei hat es den Effekt etwas Abwechslung auf den Speiseplan der Katze zu bringen … denkt der Mensch.

Was gehört möglichst nicht auf dem Speiseplan einer Katze?

In der Regel sind Katzen von vornherein vorsichtige Vierbeiner und studieren ihre Nahrung ganz genau, bevor sie es verzehren. Doch leider reizen die ungesunden Verlockungen eine Samtpfote oft sehr. Das sind beispielsweise Lebensmittel, die Zucker enthalten – Schokolade sollte ein absolutes No-Go sein. Der bei uns Menschen gerne eingenommene Seelentröster kann bei Katzen eine tödlich verlaufende Theobrominvergiftung hervorrufen. Auch bei Zwiebelgewächsen und der Avocado ist Vorsicht geboten. Rohe Kartoffeln sind wegen der Toxine ungeeignet und rohes Schweinefleisch kann mit Aujeszky infiziert sein und einen Herpesvirus bei der Katze hervorrufen. Bei herkömmlicher Milch fehlt den Katzen die Laktase, ein Verdauungsenzym, das den Laktose-Zucker aufspalten muss – wird es dennoch dem Tier angeboten, können anhaltende Darmerkrankungen und Verdauungsstörungen die Folge sein. Keine Hülsenfrüchte, keine Knochen und bitte überhaupt keine Gewürze verwenden. Lesen Sie hier mehr zu giftige und ungesunde Lebensmittel für Katzen.

Auf was achte ich, wenn ich Katzenfutter selber herstelle, was ist wichtig?

Wenn sich ein Katzenbesitzer dafür entscheidet, auf industriell erzeugte Nahrung für seine Samtpfote zu verzichten, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das Katzenfutter selber zu machen. Beachtet werden muss, dass das Tier die nötigen Nährstoffe erhält und keine unverträglichen oder gar giftigen Lebensmittel enthalten sind.

Erfahrungsgemäß lieben Katzen die frische Abwechslung. Vielleicht einfach mal antesten und, zwischendurch, neben dem sonst gereichten Futter, hochwertiges Fleisch mit guten Zutaten anbieten. Die Katze wird es uns mit ziemlicher Sicherheit durch Gesundheit danken – Fleisch ist ja in puncto Raubtiere ein elementares Gut. Eine optimale Mischung sollte es sein aus tierischem Eiweiß, Fett und wenig Kohlenhydraten sowie Vitamine, Mineralstoffe und auch Spurenelemente sind wichtig.

Frischfleisch wie Geflügel und Rind, Lamm und Wild, Ausnahme: Wildschwein, eignen sich bestens zum Herstellen von Katzenfutter. Die Klassiker sind Hähnchenschenkel, die Hüfte und Keule. Ergänzt wird das Ganze durch Rinder-, Puten- und Hühnerherzen – ein Festschmaus heißt es, wenn Katzen sprechen könnten. Hier geht es also um Muskelfleisch, welches auch ein prima Proteinlieferant ist mit genügend Fett, und damit als wichtiger Energiespender für die Fellnase dient. Frischfleisch und Fisch gekocht, lassen sich mit etwas gekochtem Reis, Mais, Möhren oder gekochten Kartoffeln bestens anreichern. Gekochte Eier eignen sich gut, wenn das Tier mag, Joghurt oder Quark dazu – das hat den Vorteil, dass zusätzliches Eiweiß enthalten ist. Pflanzenöle, Geflügelfette/Brühe und Butter sind ebenfalls gesund für die Katze.

Katze barfen – Was sind die Vorteile einer Rohfleischernährung?

Die Ernährungsgewohnheiten von Katzen, die in der freien Wildbahn leben, basieren auf dem Prinzip, nur rohes Fleisch zu fressen. Magen und Verdauungstrakt der Katze sind darauf ausgelegt, gerissene Futtertiere zu verdauen. Diese Natürlichkeit in puncto Ressourcen gelangen fast ohne Rückstand durch den Verdauungstrakt und führen selten zu Magen- oder Darmproblemen. Der Vorteil beim Barfen ist, dass wir genau wissen, was die Katze zu sich nimmt. Wir bereiten das Futter ja selbst zu. Wichtig ist, wie bereits erwähnt, den Nährstoffbedarf von Katzen abzudecken – der Tierarzt oder der Tierfachhandel weiß Rat. Das rohe Fleisch muss zusätzlich ergänzt werden.

Frisch zubereitetes Katzenfutter
Katzenfutter selbst gemacht, bietet ihren Katzen eine schöne Abwechslung zum alltäglichen Ernährungsplan. -hier finden Sie Katzenfutter Rezepte mit Fleisch und Hühnchen. Foto: Bilevich Olga/Bigstock

Katzenfutter selbst zubereiten

Leckere Katzenfutter Rezepte mit Fleisch und Fisch

Hochwertiges Fleisch bietet die wichtigste Grundlage der Rezepte, wenn wir das Katzenfutter selber zubereiten wollen. Starten wir gleich mit einer Leibspeise …

Rezept Nr. 1: Katzenfutter-Hühner-Herz-Ragout

Zutaten:

ca. 200 g Hühnerherzen, klein scheiden
1 Eßl. Hühnerleber, klein hacken
ca. 1 Teel. Frischkäse, Natur, nicht gesalzen!
Butter zum Braten

Zubereitung:

Die Hühnerherzen mit der Leber kurz in etwas Butter anbraten. Mit Frischkäse die Mahlzeit abrunden. Abkühlen lassen.

Rezept Nr. 2: Frischfleisch-Eierspeise

Zutaten:

2 Eier, hart kochen und klein hacken
ca. 200 g Rinderhack
1 Teel. Naturjoghurt oder Frischkäse, Natur

Zubereitung:

Das Rinderhack ohne Gewürze garen, möglichst in einer beschichteten Pfanne ohne Fettzugabe. Alles miteinander vermischen und Naturjoghurt oder Frischkäse unterheben je nach gewünschter Konsistenz. Abkühlen lassen.

Rezept Nr. 3: Köstliche Hühnersuppe für Stubentiger

Besonders ältere Tiere lieben die Suppe und Katzen mit Nierenproblemen schlürfen die gerne.

Zutaten:

1 kleines Suppenhuhn, im großen Topf ohne Gewürze und Innereien kochen
1 Karotte, klein, am besten raspeln
Genügend Wasser
Bei Bedarf Bierhefeflocken

Zubereitung:

In dem großen Kochtopf so viel Wasser füllen, dass das Huhn bedeckt ist. Die gewaschene und geraspelte Karotte dazugeben und alles ca. zwei bis drei Stunden kochen. Nach dem Abkühlen die restliche Hühnerbrühe aufbewahren, viele Katzen trinken die nahrhafte “Brühe” lieber als Leitungswasser. Kann auch bestens eingefroren werden. Fleisch vom Knochen zupfen und mit der gekochten Karotte pürieren. Brühe untermischen bis die Konsistenz dickflüssig wird. Bei Zimmertemperatur servieren.

Rezept Nr. 4: Schmackhaftes Samtpfoten-Fischfilet-Rezept

Für das beliebte Fischrezept eignet sich Makrele oder Forelle. Wichtig ist, die Stücke sehr genau auf Gräten zu untersuchen. Das Rezept ist einfach, nahrhaft, lecker und sorgt für gute Abwehrkräfte.

Zutaten:

ca. 200 g Makrele oder Forelle, mit einer Gabel zerdrücken
2 geschälte, gekochte Kartoffeln ohne Salz, ebenfalls zerdrücken
Naturjoghurt nach Bedarf oder Frischkäse, Natur
1 Teel. Haferflocken

Das Ganze zu einem Brei vermengen und lauwarm servieren – schmeckt auch kalt.

Fazit: Das Futter für die Katze selber machen ist gesund und macht Spaß

Katzenfutter selber machen
Selbst gekochtes Katzenfutter. Wenn Sie Katzenfutter selber machen möchten, dann sollten Sie bei der Zubereitung auf einige Dinge achten. Foto: ViDi Studio/Bigstock

Damit unsere Katzen ein langes und glückliches Leben an unserer Seite haben, ist sicherlich eine frische, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung die Grundlage. Sie kommt doch einer artgerechten Ernährung am nächsten. Katzen sind sogenannte Karnivore, was soviel wie Fleischfresser heißt. Wenn wir uns das Leben in freier Wildbahn anschauen, steht vorwiegend Frischfleisch, also gerissene Beute auf dem Speiseplan. Vor etwa 25 Millionen Jahren hat sich die Katze entwickelt und Paläontologen, also Urzeitforscher berichten, dass unsere Hauskatze ein direkter Verwandter des Pumas ist. Luchse zählen in der Familie der Katzen zu einer Gattung.

Schauen wir uns jedoch das erhältliche (billige) Futter im Supermarkt an, dann ist in vielen Markenn der Anteil an hochwertigem Fleisch verschwindend gering. Alles andere als eine artgerechte Ernährung. Aber der Trend zur minderwertigen und profitbringender Nahrung macht leider nicht nur vor der Tiernahrung halt.

0/5 (0 Reviews)