Warum Sie auf den Phosphorgehalt im Katzenfutter achten sollten

Vorsicht: Zu hohe Phosphorgehalte im Futter verursachen Probleme mit den Nieren der Katze

Unzählige Katzenbesitzer geben ihren Fellnasen Fertigprodukte als Futter um sicherzustellen, dass die Stubentiger alles bekommen, was sie für eine gute Gesundheit benötigen. Es ist bedauerlicherweise jedoch nicht jedem Katzenliebhaber bewusst, dass die Fertigprodukte nicht selten über falsch dosierte Mineralien verfügen, welche sich auf lange Sicht gesehen negativ auf die Gesundheit des Tieres auswirken können. Die Gesundheit der Katze liegt jedoch jedem Katzenfreund sehr am Herzen, sodass einige wichtige Aspekte des Futters wie beispielsweise der Phosphorgehalt im Katzenfutter zwingend berücksichtigt werden sollte.

Phosphorgehalt im Katzenfutterr
Symbolfoto: (org.) correct pictures /Shutterstock.com

Um zu wissen, wie stark die Dramatik einer falschen Dosierung der Mineralien im Katzenfutter eigentlich wirklich ausfällt, muss ein wenig näher in die natürliche Ernährung der Katze eingetaucht werden. In der Katzennahrung hat jeder vorhandene Nährstoff eine entsprechende natürliche Aufgabe. Dementsprechend kann sowohl ein Überschuss als auch ein Mangel an gewissen Nährstoffen für die Gesundheit des Tieres Folgen haben. Für gewöhnlich ist aus diesem Grund auch bei Katzenfutterprodukten, welche mit dem Merkmal “Alleinfuttermittel” ausgestattet sind, jedes Alter der Katze gut abgedeckt. Dieses Merkmal findet sich dabei sowohl auf Feucht- als auch auf Trockenfuttermitteln. Obwohl diese Katzenfuttermittel eine gute Wahl darstellen, so gibt das Kriterium “Alleinfuttermittel” noch keinen Aufschluss auf die entsprechende Dosierung des Phosphorgehalts im Katzenfutter. Der Katzenliebhaber wird diesbezüglich ein wenig rechnen müssen und vor allen Dingen über das Wissen verfügen, welche Aufgabe die Mineralien überhaupt erfüllen sollen.

Eines sei gleich vorweggesagt: Eine zu geringe Dosierung von Nährstoffen kommt für gewöhnlich nur aus Gründen von Produktionstechniken und glücklicherweise auch sehr selten vor. Das Problem, welches sich jetzt jedoch darstellt, ist die Überdosierung von Mineralien. Kalzium sowie auch Phosphor und Magnesium im Katzenfutter sind in der Regel in überaus großzügigen Mengen vorhanden. Als Mineralien werden im Katzenfutter jedoch anorganische Stoffe angesehen, welche der Katze keine Energie liefern. Sie haben aber dennoch eine überlebenswichtige Funktion. Unterschieden wird dabei zwischen den sogenannten Mengenelementen, zu denen sowohl Kalzium als auch Phosphor sowie Magnesium gehören und Spurenelementen wie Eisen oder Zink. Kalzium ist beispielsweise wichtig für das Knochengewebe der Katze und dient der Blutgerinnung, während hingegen Magnesium als das Gegenelement von Kalzium die anderweitigen Reaktionen steuert. Der Katzenorganismus ist diesbezüglich äusserst komplex und stützt sich fast vollständig auf die Nahrung.

Phosphor erfüllt ebenfalls eine wichtige Aufgabe im Körper der Katze.

Zu hoher Phosphorgehalt im Katzenfutter schädigt
Zu viel Phossphor kann die Nieren der Katze schädigen – Wenn die Katze schon Probleme damit hat, achten Sie auf Phosphorarmes Katzenfutter. Symbolfoto: Von fantom_rd /Shutterstock.com

Das Problem bei Phosphor ist, dass eine Überdosierung die Nieren der Katze sehr stark belastet. Wenn ein Katzenliebhaber nicht sehr stark auf die Dosierung achtet kann es durchaus passieren, dass die Katze eine Nierenschwäche entwickelt. Nach aktuellen Studien sind allein in Deutschland knapp 35 Prozent aller Katzen von einer derartigen Nierenschwäche betroffen. Obwohl es bei den Empfehlungen über die jeweiligen Mineralien noch keine allgemeingültigen Regeln gibt, so gibt es dennoch Empfehlungen. Diese Empfehlungen wurden vom Verband ausgesprochen, der für die europäische Tiernahrungsüberwachung zuständig ist. Auf der Basis dieser Empfehlungen wurde mehr oder minder festgelegt, dass das ideale Verhältnis bei Trockenfutter mit einer Masse von 100 Gramm rund 0,59 Gramm an Calcium sowie 0,5 Gramm an Phosphor vorhanden sein sollte. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch das Wissen, dass ein durchschnittlich betrachteter Tagesbedarf einer Katze bei rund 160 mg liegt. Es ist hierbei nicht entscheidend, ob es sich um Trockenfutter oder um Feuchtfutter handelt. Viel wichtiger ist der Umstand, von welchen Quellen der Phosphor an sich stammt. Bei natürlichen Quellen stellt sich die Problematik nicht so stark dar wie bei anorganischen Quellen.

Wenn die Dosierung von Phosphor zu gesundheitlichen Problemen führen kann ist jetzt natürlich die Frage interessant, warum die Katzenfutterhersteller überhaupt Phosphor in ihre Produkte platzieren. Die Antwort ist im Grunde genommen sehr simpel, da sie rein technologische Hintergründe hat. Durch Phosphate wir das Wasser in dem Katzenfutter gebunden und sie verlängern auch die Haltbarkeit. Auch die Farbe des Katzenfutters sieht durch die Phosphate wesentlich besser aus. Bedauerlicherweise übertreiben es die Hersteller dabei jedoch, da sie ihre Produkte ja entsprechend gut verkaufen möchten. Dies wiederum führt zu einer Überdosierung, die sich sehr negativ auf die Gesundheit des Tieres auswirkt und die Nieren sehr stark belastet. Um dies zu vermeiden sollte jeder Katzenliebhaber ein besonderes Augenmerk auf die Zusammensetzung des Tierfutters legen und hierbei das Mischverhältnis der einzelnen Produkte beachten. Bedauerlicherweise wird dieses Mischverhältnis jedoch nicht immer angegeben.

So wird das Mischverhältnis berechnet

Im Grunde genommen ist es nicht sonderlich schwierig, das Mischverhältnis der einzelnen Mineralien im Katzenfutter zu berechnen. Ein Mathegenie ist jedenfalls hierfür nicht notwendig. Wenn eine Mengenangabe von beispielsweise 0,3 Prozent Calcium sowie 0,25 Prozent Phosphor auf der Verpackung zu finden ist, so müssen diese beiden werte lediglich durcheinander geteilt werden. Bei den genannten Zahlen wäre das Verhältnis zwischen Calcium und Phosphor dann bei einem Wert von 1,2. Dieser Wert ist für eine gesunde Katze absolut im Rahmen. Diese Berechnung kann dann bei allen Mineralien des Katzenfutters auf die gleiche Art und Weise durchgeführt werden, wobei immer der jeweilige individuelle Bedarf der Katze zugrundegelegt werden sollte. Als nächster Schritt muss dann jedoch noch eine Umrechnung des errechneten Wertes auf die Masse des Katzenfutters erfolgen. Dieser Schritt ist ganz besonders dann wichtig, wenn die Katze bereits an einer chronischen Nierenerkrankung leidet. Bei der Masse des Katzenfutters wird im angegebenen Mengenbereich immer von 100 Prozent ausgegangen. Die Feuchtigkeit muss natürlich von diesem Wert abgezogen werden. Um jetzt den Phosphorgehalt im Katzenfutter zu berechnen muss der angegebene Mengenwert an Phosphor einfach durch die Menge des Katzenfutters abzüglich der Feuchtigkeit geteilt und anschließend mit 100 multipliziert werden.

Es mag sich auf den ersten Blick ein wenig kompliziert darstellen, die genauen Werte bzw. das Verhältnis des Phosphors im Katzenfutter zu ermitteln. Auf den zweiten Blick jedoch ist diese Aufgabe für jeden Katzenliebhaber lösbar und der Schritt sollte in jedem Fall durchgeführt werden. Die Gesundheit der Katze ist, genau wie bei jedem anderen Lebewesen auch, das wichtigste Gut und es sollte die Aufgabe des Katzenliebhabers sein, die Gesundheit zu erhalten. Wenn eine Katze erst einmal an einer Nierenerkrankung leidet ist dies keine leichte Erkrankung. Die Nieren erfüllen bei der Katze genau wie bei jedem anderen Wesen eine wichtige Aufgabe im Körper und von daher sollte der Phosphorgehalt in der Katzennahrung nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

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Letzte Aktualisierung am 11.12.2019 um 08:12 Uhr / Affiliate Links / Produktbilder: Amazon