Untergewicht bei der Katze – Ab wann sind Katzen untergewichtig?

Gewichtsprobleme bei Katzen – Wenn die Katze zu dünn ist und zunehmen sollte

Viele Hauskatzen erreichen schnell ein Gewicht, das nicht mehr gut aussieht und auch nicht gesund ist. Übergewichtige Katzen gibt es viele – doch wie sieht es mit Untergewicht bei der Samtpfote aus? Auch das kommt vor und wird durch einen Blick auf die Statur der Katze sowie durch die Berechnung des Feline Body Mass Index diagnostiziert (siehe auch Felinediabetes.com). Ihre Katze ist zu dünn trotz fressen? Ursachen fürs Untergewicht reichen von mangelnder Ernährung bis hin zu körperlichen Erkrankungen, sind aber für die Katze mindestens genauso ungesund wie ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen.

Untergewicht an der Statur erkennen

Untergewicht bei Katzen
Ist Ihre Katze zu dünn? So erkennen Sie Untergewicht bei der Katze. Siehe auch „Normalgewicht Katze Tabelle“ – Foto: Beatricesirinun/Bigstock

Ob eine Katze zu dünn sein könnte, lässt sich am leichtesten durch einen prüfenden Blick auf ihre Statur erkennen. Das geht am leichtesten, wenn die Katze kurzes Fell hat, bei einer langhaarigen Rasse muss zusätzlich abgetastet werden. Befindet sich die Katze im normalgewichtigen Bereich, dann hat sie von oben betrachtet keine allzu ausgeprägten Rundungen. Vor allem an der Hüfte verläuft ihre Silhouette eher geradlinig. Hat sie von oben betrachtet einen sichtbaren Bauch, ist sie vielleicht übergewichtig. Bei Untergewicht hingegen wölbt sich der Bauch an der Hüfte nach innen, schlimmstenfalls sind die Umrisse der Knochen zu erkennen. Von der Seite betrachtet sollte der Bauch der Katze sich ein Stück weit nach unten wölben, aber keine Kugel sein. Zu dünn ist die Katze, wenn der Bauch von der Seite kaum zu sehen ist und eher wie eine gerade oder nach oben gewölbte Linie verläuft. Die Statur der Katze spielt deswegen eine so große Rolle, da manche Rassen viel schwerer sind als andere. Sie vertragen mehr Körpergewicht, ohne deswegen übergewichtig zu sein. Eine eher schmal gebaute Rasse dagegen kann leichter sein als eine größere Katzenrasse und trotzdem kein Untergewicht haben.

Der feline BMI – so wird er berechnet

Der feline BMI ist mit dem eines Menschen zu vergleichen. Diese Zahl sagt aus, ob eine Katze normal-, über- oder untergewichtig ist. Gemessen werden dabei folgende zwei Werte:

  • Brustumfang (Umfang der Brustkorbes) Ertasten Sie zur Messung die 13 Rippen der Katze und zählen sie von hinten bis zur 9. Rippe. Gemessen wird nun auf dieser Höhe mit einem Maßband der Brustumfang (3 in cm).
  • LIM (Leg Index Measurement)  – Gemessener Abstand zwischen der Kniescheibe und dem Fersenbeinhöcker am linken Hinterbein der Katze (1 bis 2 in cm).

Beim Abmessen muss die Katze stehen und das Maßband wird locker, aber auch nicht schlaff angelegt. Den Brustumfang misst man an der neunten Rippe, fast direkt hinter den Vorderbeinen, denn hier ist er am größten. Der Unterschenkel wird von der Kniescheibe bis zum Fersenhöcker gemessen. Bei langhaarigen Katzen sollten noch 3 cm von den Werten abgezogen werden, da sie andernfalls das Ergebnis verfälschen. Mit diesen Werten kann man anhand einer FBMI-Tabelle ablesen, ob die Katze tatsächlich Untergewicht hat.

Katze FBMI messen
Hier messen Sie die Werte für Brustumfang (3) und Unterschenkellänge (1 bis 2)

Tabelle FBMI nach Waltham

↓ Brustumfang  in cm

BU10111213141516171819202122232425
60 + + + + + + + + + + + + + + + +
58 + + + + + + + + + + + + + + + +
54 + + + + + + + + + + + + + + + +
52 + + + + + + + + + + + + + + + o
50 + + + + + + + + + + + + + o o o
48 + + + + + + + + + + + + o o o o
46 + + + + + + + + + + o o o o o o
44 + + + + + + + + + o o o o o o o
42 + + + + + + + o o o o o o o o o
40 + + + + + + o o o o o o o o o -
38 + + + + o o o o o o o o o o - -
36 + + + o o o o o o o o o - - - -
34 + o o o o o o o o o o - - - - -
32 o o o o o o o o o - - - - - - -
30 o o o o o o o o - - - - - - - -
28 o o o o o o - - - - - - - - - -
26 o o o o o - - - - - - - - - - -
24 o o o - - - - - - - - - - - - -
22 o o - - - - - - - - - - - - - -
20 - - - - - - - - - - - - - - - -
10111213141516171819202122232425

LIM (Leg Index Measurement) in cm

+ = Übergewicht

o = Normalgewicht

= Untergewicht

Formel des FBMI zur Berechnung

BMI der Katze - Feliner Body Mass Index
Der Feline Body Mass Index™ (FBMI) – Formel zur Berechnung

Beispiel: Haben Sie bei Ihrer Katze einen Brustumfang von 30 cm und eine Unterschenkellänge (LIM) von 20 cm gemessen, dann rechnen Sie:

  1. 30 geteilt durch 0,7062 = 42,48
  2. 42,48 minus 20 = 22,48
  3. 22,48 geteilt durch 0,9165 = 24,53
  4. 24,53 minus 20 = 4,53 % Körperfett (Untergewicht)

Über 30 % Körperfett spricht man gewöhnlich von Übergewicht. Unter 10% liegt Untergewicht vor.

Natürlich sind dieses nur grobe Richtwerte. Sie können sich von Katzenrasse zu Katzenrasse leicht verschieben. Im Zweifel wenden Sie sich immer an einen Tierarzt. Dieser wird Ihnen bei festgestelltem Untergewicht auch einen Ernährungsplan geben, wie Sie die abgemagerte Katze aufpäppeln können. Ebenso bei Übergewicht, wie Sie das Gewicht reduzieren können.

Was löst Untergewicht bei Katzen aus

Die meisten Hauskatzen leiden heutzutage an Übergewicht. Untergewicht deutet häufig auf falsche Ernährung, eine Erkrankung oder Dauerstress hin. Bekommt die Katze nicht genug oder qualitativ schlechtes Futter, kann sie keine Reserven aufbauen und nimmt nie richtig zu. Alte Katzen essen womöglich aufgrund von mangelndem Appetit oder schlechten Zähnen nicht mehr genug und nehmen deswegen ab. Möglicherweise stecken auch Krankheiten oder Parasitenbefall dahinter, wenn das Futter qualitativ stimmig ist. Stress ist ein weiterer gewichtiger Faktor bei der Katze. Unkastrierte Tiere stehen nicht nur während der Rolligkeit der Katze unter hohem Stress, weshalb die Kastration bereits Abhilfe schaffen kann. Weitere Stressfaktoren sind weitere Katzen oder Tiere im Haushalt, mit denen sich die untergewichtige Katze nicht versteht, Kinder, fehlende Rückzugsmöglichkeiten, eine schmutzige Katzentoilette oder auch ständiger Lärm.

Untergewichtige Katzen aufpäppeln – Wie motiviert man Katzen zum Fressen?

Liegt das Untergewicht an zu geringer Nahrungsaufnahme, kann zunächst versucht werden, auf ein (hochwertiges) Futter zu wechseln, das die Katze lieber frisst. Viele Katzen bevorzugen Nassfutter. Es kann auch helfen, die Mahlzeiten zu erwärmen oder sie mit Leckerbissen wie Käse, Thunfisch oder ihren Lieblingsleckerlis zu verfeinern. Will die Katze gar nicht fressen, kann sie mit einer speziellen Futterpaste versorgt werden, die direkt ins Maul gespritzt wird und sehr nährstoffhaltig ist. Das hilft oft, den Appetit wieder anzuregen. Sofern die Katze nicht nierenkrank ist, kann der Appetit auch mit Bierhefe-Tabletten angekurbelt werden. Feste Fütterungszeiten sind ebenfalls wichtig. Lesen Sie hier mehr dazu.

Was tun bei Untergewicht durch Stress?

Stress ist ein häufiger Auslöser von Untergewicht bei der Katze. Handelt es sich um ein unkastriertes Tier, lässt sich das Problem manchmal durch die Kastration lösen. Die Katze wird nicht mehr rollig und der Kater ist nicht mehr ständig auf der Suche nach Katzen. Außerdem braucht die Katze verlässliche Rückzugsorte, an denen sie ganz sicher nicht gestört wird. Vielleicht müssen ihre bekannten Höhlen und Kratzbäume woanders hingestellt werden – und wenn das nicht hilft, dann braucht sie andere Rückzugsmöglichkeiten, mit denen sie sich wohler fühlt. Wenn sich an der Lebenssituation der Katze wenig verändern lässt und sie sich trotz allem nicht entspannen kann, dann muss tatsächlich überlegt werden, ob sie nicht in einem ruhigeren Zuhause besser aufgehoben wäre. Manche Katzen kommen etwa mit Kindern einfach nicht zurecht und sind in ihrer Gegenwart immer gestresst, auch wenn sie sich weitestgehend von ihnen fernhalten. So könnte die Katze nie ein gesundes Normalgewicht leiden und würde schlimmstenfalls irgendwann durch das Untergewicht ernsthaft erkranken.

Nahrungsergänzung und Katzenfutter für untergewichtige Katzen

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Letzte Aktualisierung am 23.09.2018 um 03:37 Uhr / Affiliate Links / Produktbilder: Amazon

 

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