Übergewicht bei Katzen – Ab wann die Katze abnehmen sollte

Übergewicht bei Katzen – Ab wann die Katze abnehmen sollte

Gewichtsprobleme bei Katzen – Ist Ihre Katze zu Dick?

Genauso wie Menschen auch, können Katzen an Übergewicht leiden. Eine wichtige Frage, die auch viele Katzehalter bewegt: Ist meine Katze zu Dick? Sind es nur ein paar Gramm zu viel, stört es kaum, aber bei zu viel Übergewicht kann es aus gesundheitlichen Gründen ratsam sein auf das Gewicht der Katze zu achten und ihr eine Diät zu verordnen. Natürlich nur in Absprache mit dem Tierarzt. Wenn Katzen abnehmen müssen, dann sollte dies nur unter tierärtzlicher Aufsicht geschehen.

Immer das gleiche Problem: Zu viele Kalorien und zu wenig Bewegung

Übergewicht bei Katzen

Leidet Ihre Katze an Übergewicht? Übergewichtige Katzen ist nicht nur ein kosmetisches und ästhetisches Problem. Übergewicht kann schwere gesundheitliche Folgen haben für Ihren Liebling. Was tun, damit die Katze gar nicht erst dick wird oder wieder abnimmt?  Foto: RJGrant / Bigstock (HL)

Übergewicht bei Katzen kommt besonders dann, wenn die Energiezufuhr den täglichen Bedarf übersteigt.  Die Gründe dafür sind in der Regel auch immer die gleichen: Zu wenig Bewegung, verbunden mit zu viel oder falsches Futter. Wie bei uns Menschen auch verbrennt die Katze dabei weitaus weniger Kalorien als sie zu sich nimmt. Die dabei ungenutzte Energie wird als Fettpolster abgespeichert und führt unweigerlich zum Übergewicht. Da ist es kaum ein Wunder, dass Übergewicht häufig reine Wohnungskatze betrifft. Einer Studie zufolge leiden mehr als ein Viertel der Haus- und Wohnungskatzen (Tendenz steigend) an Übergewicht oder sind gar adipös (also schon fettleibig). Vor allem kastrierte Katzen sind hier betroffen.

Gesundheitliche Probleme durch zu viele Fettpolster auf den Rippen

Ähnlich wie bei Menschen auch, kann eine deutliche Übergewichtigkeit auch bei Katzen zu weitreichenden gesundheitlichen Funktionsstörungen führen. Besonders Adipositas bei Katzen kann sehr negative Folgen haben, die das Leben Ihres Lieblings drastisch verkürzt. Beispiele wäre hier Herzerkrankungen, Diabetes, Leberprobleme oder Arthritis. Achten Sie als verantwortungsvoller Katzenhalter also immer auch auf das Gewicht der Katze. Soll die Fellnase ein langes und gesundes Leben führen, wäre ein ungefähres Idealgewicht durchaus empfehlenswert. Neben den wichtigen gesundheitlichen Folgen, ist eine zu dicke Katze aber durchaus auch in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Dicke Katze können weniger springen und herumtollen und werden daher eher noch träger und fauler als ohnehin schon.

Woher weiß ich, ob meine Katze zu Dick ist?

Bei der Begutachtung und Einschätzung gilt es  natürlich zu beachten, dass muskulöse und große Main Coon Katzen oder Norwegische Waldkatzen beispielsweise mehr wiegen dürfen als etwa zarte und kleine Siamkatzen oder Munchkin. Ein Anhaltspunkt, ob hier Handlungsbedarf besteht ist der so genannte Body Condition Score bei Katzen (siehe dazu auch PDF mit Auflistung Unter-Übergewicht bei Katzen). Eine gute Tabelle für das Idealgewicht je Katzenrasse finden Sie hier: Tierklinik.de/medizin/uebergewicht-adipositas/diagnose-des-uebergewichtes-bei-der-katze/gewichtsklassen-verschiedener-katzenrassen. Im Zweifel sprechen Sie Ihren Tierarzt darauf an. Dieser weiß genau, ob sich das Gewicht noch im Rahmen bewegt, oder ob akuter Handlungsbedarf in Form einer Diät besteht.

Häufige Gründe für Übergewicht bei der Katze

Einfach aber simple: Die Katze frisst zu viel

Nicht selten sind daran aber auch wir Menschen Schuld. Gerne geben wir dem betteln des Stubentigers nach und füttern zu viel oder geben Nachschlag. Auch die häufige Gabe von Leckerlis, welche zusätzlich zum normalen Futter gegeben werden, ist sehr kontraproduktiv. Schnell gewöhnt sich das Tier daran und frisst letztendlich nur noch diese Kalorienbomben. Von menschlicher Nahrung mal ganz abgesehen. Der Kühlschrank und die darin enthaltenen Leckereien üben nochmal eine ganz andere Faszination auf die Katze aus. Bei vielen Katzen die vorwiegend in der Wohnung gehalten werden ist auch manchmal das Sättigungsgefühl weitgehend abhanden gekommen und sie neigen dazu aus reiner Gewohnheit zu betteln, oft auch aus reiner Langeweile. Viele Katzenhalter haben bei der Bettelei einfach ein zu weiches Herz und geben gerne und oft nach.

Sie verfüttern das falsche und ungeeignete Katzenfutter

Achten sie auf das „Kleingedruckte“ bzw. auf den Inhalt des Katzenfutters. Wenn zum Beispiel der Anteil an Kohlehydrate im Katzenfutter wesentlich zu hoch ist, dann setzen Katzen schneller Fett an. Überflüssige Kohlenhydrate werden als Körperfett abgespeichert. Natürlich werden Sie sich fragen, warum Katzenfutterhersteller dann so etwas anbieten? Tja, genauso wie die Lebensmittelindustrie bei Menschen vorwiegend Geld verdienen will und die Gesundheit eher nachrangig ist, so ist es ebenso bei der Tierfutterherstellung. Nicht alles was verkauft wird, ist auch wirklich gesund für das Tier. Generell kann in diesem Zusammenhand Nassfutter empfohlen werden, da durch den hohen Feuchtigkeitsanteil im Nassfutter die Energiedichte wesentlich geringer ist als bei Trockenfutter.

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Die Katze hat zu wenig Bewegung

Wohnungskatzen und insbesondere kastrierte Katzen neigen nicht selten zur Faulheit. Schlafen und auf die nächste Mahlzeit warten, dass ist oft die Hauptbeschäftigung.

Gewictszunahme bei Katzen durch Bewegungsmangel

Zunehmnder Bewegungsmangel und Trägheit führt auch bei Katzen schnell zur Gewichtszunahme. Foto: DoroshinOleg / Bigstock

Ebenso Langeweile durch ein begrenztes Revier in der Wohnung trägt zur Lethargie bei. Hinzu kommt, das Wohnungstiger anders als ihre Artgenossen mit Freigang nicht jagen um an Nahrung zu kommen. Die gesamte Energieleistung um an Futter zu kommen beschränkt sich lediglich darauf den menschlichen Dosenöffner um den Finger zu wickeln. Ein guter Tipp für faule Stubentiger ist ein guter Kratzbaum und diverses Katzenspielzeug. Kaufen Sie Ihrer Katze zum Beispiel eine Fellmaus oder eine Spielangel um den Jagdtrieb zu animieren. Haben Sie keine Zeit um mit der Katze ausgiebig und regelmäßig zu spielen, dann besorgen Sie ihr interaktives Beschäftigungsspielzeug. Tipp: Das Catit Sense Futterlabyrinth und Futterbaum verbindet Futter mit der Aktivität. Damit kann sich der Stubentiger auch prima in Ihrer Abwesenheit beschäftigen.

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Kastration – Kastrierte Katzen neigen zur Trägheit

Die Hormonumstellung bei der Kastration trägt dazu bei, dass manche Katzen durch den veränderten Stoffwechsel schneller Fett ansetzen können und damit an Gewicht zulegen. Dazu kommt, dass sich kastrierte Katzen oft weniger bewegen und generell träger sind. Damit sinkt der Kalorienverbrauch. Ebenso wirkt sich die Kastration gelegentlich auf das Sättigungsgefühl einer Katze aus. Sie muss in solchen Fällen dann deutlich mehr fressen um sich satt zu fühlen. Ein Teufelskreis sozusagen.

Auch zu beachten: Fettpolster durch Krankheiten und Medikamente

Manchmal sind auch erkannte oder unerkannte Krankheiten Ursache dafür, dass sich die Katze weniger bewegt oder weniger aktiv ist. Gutes Beispiel sind hier etwa Gelenkerkrankungen. Wenn jede Bewegung Schmerzen verursacht, dann ist ist klar, dass sich das Tier auch möglichst wenig bewegt. Aber auch Stoffwechselerkrankungen oder verschiedene Medikamente können Ursache für eine Gewichtszunahme sein.

Was tun wenn die Katze zu Dick ist?

Fette Katzen sind unglücklich und das Übergewicht der Katze hat schlimmer noch gesundheitliche Folgen. Entwickeln Sie zusammen mit einem Tierarzt einen individuellen Diätplan für Ihren kleinen dicken Brummer – Foto: Satura / Bickstock

Bevor Sie aber Ihrer Katze eine strikte Diät verordnen, halten Sie unbedingt Rücksprache mit einem Tierarzt und stellen ein Plan auf. Unbedachte Diäten schaden ansonsten mehr, als sie nutzen. Eine Gewichtsreduktion bei Katzen erfordert viel Zeit und ist nicht ohne Risiko. Oft sind auch weitere gesundheitliche Aspekte zu berücksichtigen. Das gilt insbesondere, wenn bereits Erkrankungen Grund für die Gewichtzunahme sind. Ebenso ist auf das Vorgehen an sich zu achten. Reduzieren Sie beispielsweise bei fettleibigen Katzen das Futter zu drastisch, kann dieses schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen durch etwa eine Fettleber.

Hier einige Tipps für die Umsetzung:

  • Verringern Sie langsam die Zufuhr von Kalorien. Dies kann entweder durch kleinere Portionen erfolgen oder durch die Fütterung von generell kalorienarmen Katzenfutter. Spezielles Diätfutter für Katzen ist im Handel erhältlich. Dieses sollte jedoch unbedingt nur unter tierärztlicher Kontrolle geschehen. Generell ist aber hochwertiges Futter zu empfehlen.
    Günstiges Futter enthält oft zu viele Kalorien oder Kohlehydrate.
  • Achten Sie drauf, dass der Katze immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht. Wasser kann das Sättigungsgefühl erhöhen, so fern die Katze genügend trinkt.
  • Fügen Sie kalorienarme Ballaststoffe der Mahlzeit hinzu.
  • Animieren Sie die Katze zu mehr Bewegung. Nehmen Sie sich Zeit und spielen regelmäßig mit ihr. Spielen ist wichtig: Zum einen hält es den faulen Stubentiger fit und verbrennt Kalorien und zum anderen macht es der Katze Freude. Eine Katze die Freude am Leben hat, neigt nicht zu sehr zu Langeweile und Bewegungsmangel.
  • Halten Sie selber Disziplin und verlangen dies auch von anderen Familienmitgliedern oder Personen die mit der Katze zu tun haben. Keine Leckerlis oder Belohnungen aus dem Kühlschrank. Halten sie sich daran. Die beste Diät nutzt nichts, wenn trotzdem weiterhin unbedacht Leckerlis verfüttert werden. Lassen Sie sich auch vom theatralischen Betteln nicht Kleinkriegen. Bleiben Sie Standhaft zum Wohle Ihrer Katze.
  • Bemessen Sie die zu verfütterten Portionen genau und führen eine Liste darüber. Schreiben Sie am besten genau auf: Uhrzeit der Fütterung, verfütterte Menge und die Katzenfutter Marke. Besprechen Sie die Liste mit dem Tierarzt bei der nächsten Gewichtskontrolle.
  • Haben Sie mehrere Katzen im Haushalt, dann füttern Sie die Tiere unbedingt getrennt. Achten Sie darauf, dass die übergewichtige Katze nicht heimlich das Futter der anderen Tiere stibitzen kann. Lassen Sie auch kein Futter unbeobachtet stehen. Tipp: Futterautomaten mit Zugang per Chip eignen sich hier ganz hervorragend um nur der Katze das Futter freizugeben für die es zugedacht ist.
  • Meiden Sie generell fettreiche Snacks und Leckerlis. Nahrung von uns Menschen aus dem Kühlschrank ist sowieso Tabu. Ja, die leckere Wurst und der Käse sind für viele Katzen besonders reizvoll und schmackhaft. Aber denkbar ungeeignet, also streichen! Wenn Sie die Katze dennoch ab und zu belohnen wollen, dann versuchen Sie es mit kalorienarmen Leckerlis wie Popcorn, grünen Bohnen oder Möhren. Manche Katzen mögen das tatsächlich. Einfach mal ausprobieren.
  • Klären Sie mit dem Tierarzt, wie oft das Tier zur Gewichtskontrolle muss und halten sich strikt daran. Disziplin ist der erste Weg zum Idealgewicht.
  • Wichtigste Voraussetzung: Haben Sie Geduld. Die meisten auf Diät gesetzte Stubentiger brauchen durchaus 6-12 Monate um das Idealgewicht zu erreichen. Manche auch länger. Geben Sie also nicht zu schnell auf.
  • Beachten Sie aber immer, dass die Katze niemals zu schnell ihr Gewicht verliert. Der maximale Verlust sollte pro Woche nicht höher als 230 Gramm sein. Dies kann jedoch je nach Katzenrasse leicht variieren. Zu schneller Gewichtsverlust ist auch wieder schädlich.

Untergewicht ist auch ein Problem

Neben dem Thema Übergewicht ist auch immer wieder das Thema Untergewicht bei Katzen ein Problem. Man könnte vielleicht denken, dass Untergewicht eher seltener vorkommt als das Übergewicht, aber es ist tatsächlich relativ häufig anzutreffen. Nicht nur menschliches Versagen durch eine unzureichende schlechte oder ausbleibende Fütterung kann zu mageren untergewichtigen Katzen führen. Katzen sind mitunter schon recht schwierige Kunden und mäkelig mit ihrem Futter. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Gründen warum Katzen Futter verweigern können. Eine Katze gilt dann als Untergewichtig, wenn man ihre Rippen beim streicheln nicht nur deutlich fühlen, sondern auch sehen kann. Zu dünne Stubentiger haben eine besonders schmale Taille und einen sich vorwölbenden Brustkorb. Weiterhin sind Schulterblätter und die Wirbelsäule zunehmend sichtbar.

Auch bei Untergewicht sofort zum Tierarzt

Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Katze zur Untergewichtigkeit neigt, dann kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt. Oft stecken gesundheitliche Ursachen hinter einer auffällig starken Gewichtsabnahme. Krankheiten wie zum Beispiel akute Zahnprobleme, Nierenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktionen, um nur einige der möglichen Ursachen zu nennen.

Ist eine Nahrungsumstellung notwendig?

Muss aus irgendwelchen Gründe die Nahrung umgestellt werden, dann achten Sie darauf, dass dieses nicht zu schnell bzw. zu abrupt geschieht. Die plötzliche komplette Änderung des Futters kann zu Magenproblemen oder zur schlichten Ablehnung des Futters führen. Das Katzen sehr eigen mit ihrem Futter sind, ist ja bekannt. Und Fellnase können diesbezüglich durchaus Stur sein. Versuchen Sie es daher mit einer sehr langsamen Umstellung. Verfüttern Sie also zunächst die ersten Tage nur ein Viertel des neuen Futters und Dreiviertel des gewohnten. 2-3 Tage später dann je die Hälfte alt und neu. Nach etwa einer Woche dann Dreiviertel neu und ein Viertel altes Futter. Um dann ab etwa 10 Tagen komplett auf das neue Katzenfutter umzustellen. Je nach Katze kann man hier auch etwas schneller vorgehen. Beobachten Sie das Tier bei der Fütterung. Nimmt es das neue Futter durchaus positiv an, können Sie die Vorgang auch deutlich beschleunigen.

 

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